Montag, 12. August 2013

Sechs globale Aktien-ETFs mit regelmäßiger Dividenden-Ausschüttung im Vergleich

Hier auf dem Blog von "finanziell umdenken!" wurden Aktien-ETFs, mit einer möglichst regelmäßigen, soliden und hohen Dividendenausschüttung bereits von Zeit zu Zeit thematisiert. Heute möchte ich sechs ETFs mit globaler Ausrichtung nennen und vergleichen. Grundsätzlich eigenen sich global ausgerichtete Aktien-ETFs auch für den Einsteiger, die mit der Börse bislang noch nicht so viel Erfahrung gesammelt haben. Allerdings sollte man selbst bei weltweit anlegenden Dividenden-ETFs genauer hinschauen und sich vorab informieren, damit es später keine unliebsame Überraschung gibt.

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Bevor wir zu den sechs ETFs kommen, möchte ich noch einmal kurz an ein paar grundlegende Punkte erinnern.
Was grundsätzlich ETFs sind und über die Vorzüge von Dividenden-Aktien hatte ich bereits in den beiden Artikelserien
berichtet.

Der Vorteil eines weltweit ausgerichteten Anlageuniversums liegt in der Risikostreuung, auch Diversifikation genannt. Hier ein Beispiel für eine Verteilung von mehreren Anlageklassen.

Bundesanzeiger und Schätzungssteuer
Einige hier gelisteten ETFs sind nicht im Bundesanzeiger aufgeführt. Damit gelten sie in Deutschland als intransparent und es besteht die Gefahr einer pauschalen Strafsteuer. Leider ist die Gesetzeslage noch nicht eindeutig geklärt, so dass die Handhabung in der Praxis unterschiedlich ausfällt. Es gibt Banken die davon Gebrauch machen, andere tun dies nicht. Im zweiten Fall hängt es vom Ermessen des Finanzamts ab, ob eine "Schätzungssteuer" anfällt oder nicht.
Mehr zu diesem Thema in dem gesonderten Artikel über die Besteuerung von intransparenten Fonds/ETFs.

Es gibt auch Leser, die im Ausland leben und dort ihr Depot haben. Ob es dort ein ähnliches Risiko wie in Deutschland gibt, ist mir nicht bekannt. Aber vielleicht könnten Mitleser dieses Blogs, die dauerhaft außerhalb von Deutschland leben, einen Erfahrungsbericht über dieses leidige Thema als Kommentar hinterlassen.

Sechs globale Dividenden-ETFs
Über einige ETFs hatte ich in der Vergangenheit bereits berichtet, in den Fällen ist auf den jeweiligen Artikel verlinkt. Bei den anderen gibt es einen Link zum Anbieter des ETF.

ISIN: DE000A0F5UH1
aufgelegt seit: September 2009
vorauss. Ausschüttungsrendite 2013: um 5%
Ausschüttungsintervall: vierteljährlich
jährliche Kosten (TER): 0,46%

ISIN: US78463X7729
aufgelegt seit: Februar 2008
vorauss. Ausschüttungsrendite 2013: 6 bis 7%
Ausschüttungsintervall: vierteljährlich
jährliche Kosten (TER): 0,45%

ISIN: IE00B9CQXS71
aufgelegt seit: Mai 2013
vorauss. Ausschüttungsrendite 2013: knapp 3%
Ausschüttungsintervall: vierteljährlich
jährliche Kosten (TER): 0,45%


ISIN: US37950E5490
aufgelegt seit: Juni 2011
vorauss. Ausschüttungsrendite 2013: um 8%
Ausschüttungsintervall: monatlich
jährliche Kosten (TER): 0,58%

  • Guggenheim S&P Global Dividend Opportunities Index ETF (zur Webseite)
ISIN: US18383M8608
aufgelegt seit: Juni 2007
vorauss. Ausschüttungsrendite 2013: um 7%
Ausschüttungsintervall: vierteljährlich
jährliche Kosten (TER): 1,53%

  • Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield UCITS ETF (zur Webseite)
ISIN: IE00B8GKDB10
aufgelegt seit: Mai 2013
vorauss. Ausschüttungsrendite 2013: 4 bis 5%
Ausschüttungsintervall: vierteljährlich
jährliche Kosten (TER): 0,29%

Hauptmerkmale und Besonderheiten
Grundsätzlich ist das Ziel aller aufgeführten ETFs Aktien aus aller Welt im Portfolio zu haben, die eine solide und möglichst hohe Dividende an die Investoren ausschütten. Dennoch gibt es bei genauer Betrachtung einige Unterschiede. Auf einige dieser Differenzen und Besonderheiten möchte ich nun eingehen.

Über den iShares STOXX Global Select Dividend 100 ist hier auf diesem Blog in der Vergangenheit schon viel diskutiert worden. Es ist insgesamt ein sehr beliebter ETF und die Ausschüttungsrendite liegt bei einem ordentlichen Wert um 5%. Allerdings machte der Anbieter bei der Ausschüttung im April 2013 keine besonders glückliche Figur als ein außergewöhnlich hoher Steueranteil von Anlegern einbehalten wurde. Mehr dazu ist in den Kommentaren des entsprechenden Artikels über den iShares STOXX Global Select Dividend 100 (DE) nachzulesen. Im Juli 2013 gab es eine gewisse Entschädigung in Form der höchsten Ertrags-Ausschüttung seit Bestehen des ETFs.

Globales Investieren heißt auch in
 verschiedene Währungen zu diversifizieren
Hohe Erwartungen liegen im SPDR S&P Global Dividend Aristocrats UCITS ETF. Als Dividenden-Aristokraten werden Aktien von Unternehmen bezeichnet, die in der Lage sind ihren Dividendenertrag selbst in schwierigen Jahren beizubehalten oder zu steigern. Sie gelten als relativ sichere Anlageform und sind daher auch als ein Bestandteil der Altersvorsorge interessant.
Der noch junge ETF - Auflegung war Mai 2013 - beabsichtigt den S&P Global Dividend Aristocrats voll replizierend nachzubilden. Die dort enthaltenen Aktien aus aller Welt haben ihre Dividende seit mindestens 10 Jahren nicht gesenkt. In der Praxis wird es schwierig sein, alle Wertpapiere im Index effizient zu kaufen. Daher hält der ETF im Standardfall lediglich eine Teilmenge der im Index enthaltenen Wertpapiere. Die Problematik der replizierenden ETFs mit einer hohen Aktienanzahl hatten wir im Artikel "Was ist ein ETF? - Teil 2" betrachtet.
Erst die Zukunft wird zeigen, ob die Strategie des ETFs auch über die Jahre hinweg zu Zufriedenheit bei den Investoren führt. Die erste Ausschüttung müsste jetzt im Spätsommer/Frühherbst und eine weitere in der Adventszeit 2013 erfolgen.

Der sportlichste Ausschütter in der Liste ist ohne Zweifel der Global X SuperDividend ETF. 100 Aktien gleichgewichtet aus aller Welt mit den höchsten Dividendenausschüttungen lautet eines der Auswahlkriterien. Nordamerika ist derzeit mit rund einem Drittel vertreten, in ähnlicher Größenordnung die Region Australien-Pazifik-Asien.
Obwohl der Name des ETF nicht ganz seriös klingt, hatte ich bislang keine Probleme mit diesem ETF feststellen können. Trotz der für einen ETF relativ hohen Gebühren von knapp 0,6%, gelangten im Jahr 2012 brutto 7,6% und in diesem Jahr bislang deutlich über 8% Dividendenrendite zu mir. Der Jahresendwert dürfte sich letztendlich um 8% einpendeln. Die monatlichen Ausschüttungen erfolgen - im Gegensatz zu 2012 - mittlerweile auch relativ gleichmäßig, lediglich im Januar ist der Ertrag etwa doppelt so hoch wie in den anderen Monaten.

Viele globale Aktien-ETFs haben im Standardfall einen hohen Anteil von Unternehmen aus den USA im Portfolio. Wer nach der eigenen Einschätzung bereits genug USA im Depot hat, für den ist der SPDR S&P International Dividend ETF möglicherweise interessant. Ein globaler Dividenden-ETF ohne die USA. Dieser ETF ist ursprünglich als Alternative für die Bürger in den Vereinigten Staaten aufgelegt worden, die erfahrungsgemäß einen extrem hohen Anteil von US-Aktien im Depot haben. Australien, (Gesamt-)Europa und Emerging Markets sind derzeit am höchsten im Portfolio gewichtet. Die Ausschüttungsrendite ist mit 6 bis 7% schon recht ordentlich.

Der Guggenheim S&P Global Dividend Opportunities Index ETF hält derzeit "nur" 20% Aktien aus den USA. Dafür sind hier auch Investments aus Afrika dabei und mit jeweils über 6% sind Schweden und Israel recht hoch gewichtet. Was ich nicht so ganz verstehen kann, dass in dem Portfolio mit einer Gewichtung von 0,45% der ETF von iShares MSCI ACWI enthalten ist. Was sucht ein thesaurierender ETF, der die gesamte Aktienwelt abdeckt in einem ETF, der dieses Ziel mit Einzel-Aktien erreichen möchte?
Abgesehen von dieser kleinen Merkwürdigkeit ein sicherlich interessanter Dividenden-ETF mit ordentlicher Ausschüttungsrendite von rund 7% (2012 waren es 7,5%), aber leider mit 1,5% jährlicher Gebühr kaum günstiger als ein gewöhnlicher aktiv gemanagter Aktienfonds.

Der FTSE All-World High Dividend Yield UCITS ETF von Vanguard wurde erst Ende Mai 2013 aufgelegt und schüttet - wie die meisten anderen hier gelisteten ETFs - vierteljährlich die eingesammelten Dividenden aus. Der Emittent ist bekannt für seine niedrigen jährlichen Gebühren und so liegt die TER nur bei 0,29%. Der ETF hat rund 1.000 Aktien von "large- and midcap"-Unternehmen (also mit hoher und mittlerer Marktkapitalisierung) im Portfolio, wobei derzeit etwa ein Drittel aus den USA stammen, 13% aus UK und 6% aus Australien. Die erste kleine Ausschüttung fand im Juni 2013 statt, also sollte die nächste im September 2013 und dann Dezember 2013 erfolgen. Die Dividenden-Rendite sollte im Bereich zwischen 4 und 5% liegen, wobei wir die regelmäßige Ausschüttungsrendite erst im Jahr 2014 erfahren dürften. Erst dann wird dem ETF ausreichend Zeit geblieben sein genügend Dividenden einzusammeln.

Schlussbemerkung
Aufmerksamen Bloglesern wird es möglicherweise nicht entgangen sein, dass die beiden letztgenannten ETFs hier bislang noch nicht besprochen wurden. Beide sind mittlerweile auf der Seite "Ausschüttungsquoten von ETFs" und in der ausführlichen Liste "ETF Rendite Premium" enthalten. Letztere enthält auch die Erträge pro Monat in Euro umgerechnet.

Eine interessante Idee ist, sich alle sechs ETFs ins Depot zu holen. Damit wäre man Anteilseigner von über 1.000 Unternehmen in aller Welt, wobei man einige Titel in diesem Fall sicher mehrfach im Depot haben könnte. Von langweilig-soliden Aktien bis zu High Yieldern, von westlichen Industrieländern bis zu Schwellenländern inklusive Afrika wäre man (nahezu) überall dabei. Eine monatliche Dividende hätte man dabei auf jeden Fall sicher. Zwar etwas unterschiedlich verteilt, aber jeden Monat würde mindestens eine, manchmal vier bis fünf Dividendenausschüttungen auf das eigene Konto fließen.
Drei dieser ETFs befinden sich übrigens auch im High Yield/Dividend (Muster-) Depot.

Hinweis: Wie immer ist auch in diesem Artikel lediglich meine subjektive Meinung zu lesen und ich weise auf den unten stehenden Haftungsausschluss hin. Dieser Artikel hat informativen Charakter und stellt keine Kaufempfehlung dar. In einigen Wertpapieren bin ich investiert, in anderen nicht und dies kann sich auch jederzeit ändern.

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Zum Weiterlesen:

Kommentare:

  1. Hallo,

    naja, irgendwelche 3-Prozent-Funzeln hol ich mir nicht ins Depot. Und auf Strafsteuern oder Ermessens-Entscheidungen des Finanzamts hab ich auch eher keine Lust.

    Ich hab mir jetzt den Schroder Dividend Maximiser gekauft. Aktives Management, 8 Prozent p.a., vierteljährliche Zahlung. Dazu bekomm ich noch 0,6% Kickbacks p.a. über meinen Depot-Vermittler zurück.

    http://www.morningstar.de/de/funds/snapshot/snapshot.aspx?id=F000000GXT

    Aber ist halt kein ETF und damit böööööööse. ;-)

    Beste Grüße
    Ulrich

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    1. Diesen Fonds hatte ich mir neulich näher angeschaut. Die Dividendenausschüttung war ziemlich konstant zwischen 0,41 und 0,44 USD pro Jahr, wobei der Kursindex meist zwischen 5 und knapp 6 USD schwankte. Also recht zuverlässige 8% Dividendenrendite.

      Was ich merkwürdig finde, die Top Ten Aktien des Fonds füllen fast 25% des Portfolios. Aber kein einziger Titel kommt auch nur in die Nähe der 8%. Wenn man nun noch die über 2% TER hinzurechnet müssen insgesamt um 10% Gewinn erzielt werden. D.h. die übrigen 75% im Portfolio müssen mehrheitlich über 10% Dividende aufweisen oder die Ausschüttung wird aus den Kursgewinnen gezahlt. Und tatsächlich spielt hier letzteres eine nicht unerhebliche Rolle.

      Aber dem Anleger soll es recht sein, wenn er beständig sein 8% Dividendenrendite bekommt.

      VG
      Lars

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    2. Ja, ein Teil der Kursgewinne wird über Optionsgeschäfte verkauft und macht so etwa die Hälfte der Ausschüttung aus. Neben diesem globalen Fonds gibt es von Schroders und von Pioneer auch Fonds mit ähnlichem Konzept für europäische Aktien, wobei der Schroders meist etwas mehr ausschüttet:

      http://www.morningstar.de/de/funds/snapshot/snapshot.aspx?id=F000000JZ0

      http://www.morningstar.de/de/funds/snapshot/snapshot.aspx?id=F00000NDTJ

      Mit ETFs wäre ich wohl nicht auf über 1.000 Euro Ausschüttung im Monat gekommen, wie es jetzt der Fall ist. Eine schöne, runde und beruhigende Summe, die ich bis auf weiteres zum Kauf weiteren Fondsanteile nutze.

      Beste Grüße
      Ulrich

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    3. Den vorletzten Satz würde ich nicht unterschreiben, denn auf der Seite Ausschüttungsquoten von ETFs gibt es einige ETFs mit einer ähnlichen Ausschüttungsrendite.

      Ansonsten Gratulation! Über 1000 Euro pro Monat ist eine stolze Summe, die als passives Einkommen fließt. Da möchten viele Leute erst noch hinkommen.

      VG
      Lars

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    4. 8 Prozent + Kickbacks, also ca. 8,5 Prozent, schafft keiner der von dir genannten ETFs. Punkt.

      Peritus, PowerShares + Global X kommen immerhin in die Nähe, der Arrow schafft laut Morningstar nur 6,21 Prozent.

      Die von dir genannten "Hochprozenter" wären mir aufgrund der steuerlichen Intransparenz aber auch zu kompliziert.

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    5. Nur noch kurz abschließend zu diesem Thema, damit die Leser hier keine unvollständigen Informationen bekommen. Im Jahr 2012 gab es drei ETFs mit über 10% Dividendenrendite und einen mit 9,8%. Alles auf Eurobasis schön archiviert unter: ETF Rendite Premium.

      Dieses Jahr 2013 ist noch nicht zu Ende, daher kennen wir die endgültigen Ergebnisse noch nicht.

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    6. "Echte" 10% Ausschüttung sind aber auch eine Risikoklasse, die sich nicht unbedingt aufdrängt. Und eine dauerhafte Ausschüttung in dieser Höhe ist auch eher unrealistisch bzw. ungesund.

      Beste Grüße
      Ulrich

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    7. Inspiriert durch diese Unterhaltung habe ich den genannten Fonds ebenfalls mit in einem Performancevergleich einbezogen.

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  2. Hallo ulrich,
    sind wir wieder bei dem Thema, performance unter dem Index und eine dreifache Gebühr...

    naja ich versteh langsam diesen Blog :)

    Gruß

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  3. Es gibt noch auschüttend von Lyxor den ETF Global Quality Income (LYX0PP), hat meines Wissens aber noch nicht ausgeschüttet,

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  4. @Jan: Zu viel Performance macht mir nur die Anteile beim Nachkaufen zu teuer. Das Thema lautet hier doch "Passives Einkommen". Und da bin ich mit 8 Prozent Ausschüttung perfekt versorgt.

    Aber klar, dass dann einige wieder über die Gebühren maulen, auch wenn die Ausschüttung NACH Gebühren noch viel höher ist als bei den meisten ETFs.

    Beste Grüße
    Ulrich

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  5. soweit ich das verstanden habe, Perfomance inkludiert die Dividente :) aber ich möchte ihre Scheine nicht schlecht reden und Sie auch sicher nicht von ETFs überzeugen. Ich finde nur es ist eine sehr gute Alternative.

    Diese Seite zeigt Ihnen die Möglichkeit die gleiche Dividente Rendite für viel weniger Kosten, ob Sie das wollen oder nicht.

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  6. Interessante Diskussion. Aus der Sicht von mehreren Jahren sind ETFs m.E. die kostengünstigeren Investments. Aber wer lieber mit aktiv gemanagten Dividenden-Fonds leben möchte, ist das auf jeden Fall noch erheblich besser als seine Ersparnisse der finanzielle Repression zum Verzehr zu überlassen.

    Bezüglich der 3% Dividenden-Rendite beim Aristokraten-ETF hatten wir uns in einem früheren Artikel den Vergleich
    hohe Dividendenausschüttung oder Dividendenwachstum angeschaut.

    VG
    Lars

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  7. @Jan: Ich habe keine Kosten.

    Kauf: null Kosten
    Verkauf: null Kosten
    Depot: null Kosten
    Ausschüttung: 8 Prozent + Kickbacks.

    Was "unter der Haube" vor der Ausschüttung passiert, ist mir egal. Und wenn die 30% Gewinn machen und mir "nur" 8 Prozent ausschütten, soll mir das auch recht sein.

    Welche ETFs mit der gleichen Dividendenrendite (und ohne Strafsteuer etc.) würdest du mir denn empfehlen? Die Zahl scheint überschaubar zu sein.

    Beste Grüße
    Ulrich

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  8. Hallo,
    ich verstehe die ganze Diskussion nicht richtig. Ulrich hat recht: Was "unter der Haube" passiert interessiert beim Vergleich nicht. Für mich zählen auch nicht die Ausschüttungen, sondern nur die Performance, wie man sie z.B. bei comdirect anschauen und vergleichen kann. Denn die Ausschüttung nützt mir gar nichts, wenn die Gesamtperformence zu wünschen übrig lässt. Auch bei einem thesaurierenden Fonds kann ich mir ja meine "Ausschütung" selber machen, indem ich Anteile verkaufe. Wenn ich nun die Performance von SCHRODER ISF GLBL DIVIDEND MAXIMISER INC mit M&G Global Dividend € A oder Sauren Global Stable Growth A - einem Mischfonds - vergleiche, so schneidet SCHRODER im 5 Jahresvergleich recht schlecht ab. Auch iShares STOXX Global Select Dividend 100 (DE) wird im direkten Vergleich vom M&G Global Dividend € A locker geschlagen. Warum soll ich mich mit ETFs abgeben, wenn gute Fonds es schon über 10 Jahre gezeigt haben, dass sie zwischen 7 und 8 % Performance schaffen? Wo liegt der Vorteil?
    Da ich neu hier bin, komme ich vielleicht aus dem Mustopf!
    Beste Grüße
    Rüdiger

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    1. Hallo Rüdiger,
      willkommen hier auf diesem Blog!

      Von den aktiv gemanagten Fonds erbringen ca. 90% über mehrere Jahre hinweg keinen Mehrwert für Anleger im Vergleich zu ETFs. Daher ist m.E. nach im Standardfall ein ETF zu bevorzugen.

      Mann kann auch in Fonds investieren kann, wenn man der Meinung ist, dass er sich auch in einigen Jahren besser als vergleichbare ETFs entwickelt. Daneben gibt es auch spezielle Fonds, die neben Aktien weitere Strategien oder spekulative Instrumente nutzen. Zu letzteren gehören die hier genannten Fonds auch.

      Weiter oben in den Kommentaren schrieb ich bereits, dass dieser Fonds zuletzt durchaus eine gute Performance hinlegte. Man sollte sich jedoch im Klaren sein, auf welche Weise dieser Fonds die hohe Rendite erzielt. Wenn das gegeben ist, kann man durchaus auch in diesen oder anderen Fonds investieren.

      Bei der Ausschüttung "selber zu machen" ist zu beachten, dass die eigenen Anteile am Fonds oder ETF in diesem Fall immer weiter abnehmen und irgendwann ist man bei 0. Zu diesem Thema gibt es hier aber bereits einige Artikel.

      Viele Grüße
      Lars

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  9. Hallo Lars,
    ich verfolge Ihren Blog jetzt schon eine ganze Weile und habe auch Ihre Übersicht gekauft. Was mich nur etwas frustriert:
    Die aus meiner Sicht attraktivsten von Ihnen besprochenen Fonds/ETF sind in D als Sparplan gar nicht zu besparen und zum Teil gar nicht oder nur zu erschwerten Bedingungen (z.B. im Telefonhandel) zu erwerben. Dazu kommt, dass mir unklar zu sein scheint, wie es steuerlich aussieht.

    Könnten Sie einmal genauer beschreiben, wie Sie z.B. den Global X SuperDivident kaufen, welche Gebühren dabei anfallen und wie es z.B. in diesem speziellen Fall mit den Steuern ausschaut?

    Warum kann man solche Fonds nirgends online kaufen?

    Sorry für die vielen Fragen!!! Und im Voraus danke für Ihre Mühe!

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    Antworten
    1. Es liegt an den Banken Sparpläne auf ETFs anzubieten. Falls diese nicht gegeben sind, lohnt es sich alternativ auch Geld für 3 oder 6 Monate anzusparen. Sobald die Investitionssumme hoch genug ist, kann man direkt über die Börse kaufen. Der Aufwand dafür ist noch überschaubar.

      Wie man speziell den Global X SuperDividend kauft, steht im Artikel: Wertpapiere aus dem Ausland.

      Die Besteuerung bei ausländischen Fonds/ETFs ist leider unklar. Warum die Gesetzgebung hier in Deutschland so ist, kann ich nicht beantworten. Zumindest habe ich bislang noch von keinem Anleger der ETFs aus dem Hause Global X hält gehört, dass eine Schätzungssteuer real verhängt wurde. Aber die Gefahr dafür besteht leider weiter.

      Übrigens gibt es neben den US-ETFs auch eine Menge andere ETFs, die 5-6% Ausschüttung bringen und bei denen die Gefahr der Schätzungssteuer nicht besteht.

      Viele Grüße
      Lars

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  10. Hallo Lars,

    welche ETFs sind denn über eine Hausbank bzw. über Online kaufbar und bergen keine der o.g Risiken (Schätzungssteuer etc)?
    Ideal wäre es ja wenn die Rechtslage bei einem ETF klar ist. Welche Ausschüttung hätte denn ein solcher ETF?

    Viele Grüße
    Stefan

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    Antworten
    1. Hallo Stefan,

      bei den meisten Deiner Fragen ändern sich die Randbedingungen in relativ kurzen Zeiträumen. Prüfe am besten bei Deiner Bank durch Eingabe der ISIN-Nummer, ob das Wertpapier verfügbar ist.

      Auch ob ein ETF als instransparent eingestuft wird, kann sich ändern. Den Link zum Bundesanzeiger findet Du im Artikel über die Schätzungssteuer.

      Den letzten Teil der Frage verstehe ich nicht, die Ausschüttungsrendite habe ich im Artikel mit dem jeweiligen ETF doch genannt.

      VG
      Lars

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  11. Hallo Herausgeber,
    bin erst Einsteiger beim ETF-Thema, finde die Seite aber informativ.
    Aber: Welche der 6 ausgewählten ETF's gelten als intransparent?
    Baldige Antwort wäre hilfreich
    VG
    Peter

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    Antworten
    1. Hallo Peter, ETFs gelten in Deutschland als transparent, wenn sie im Bundesanzeiger gelistet sind. Weitere Informationen befinden sich auch im verlinkten Artikel im Absatz zum Bundesanzeiger oben.
      VG und viel Erfolg!

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  12. Hallo Lars,

    als fleißiger Leser deines Blogs habe ich eine kurze Frage zur Versteuerung intransparenter Fonds. Denn ich verstehe die Sache wie folgt:

    Kauf 2000 EUR Global X Super Dividend ETF
    Ausschüttung 8 % = 160 EUR
    AbgSt. 25 % = 40 EUR
    Ergebnis = 120 EUR

    abzgl Strafsteuer i.H,v. 6 % des Anlagebetrages = 120 EUR zu versteuern, macht bei einem Steuersatz von 30 % z.B. 36 EUR zusätzlicher Steuerabzug im Rahmen der Steuererklärung.

    Also Ergebnis 120 - 36 EUR = 84 EUR netto, was einer Nettorendite von 4,2 % entspricht (Ich gehe in dem Beispiel davon aus, dass ich mir den ETF kaufe und dann liegen lasse)

    Is das so korrekt gedacht ?

    MfG
    Frank

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    Antworten
    1. Hallo Frank,
      so habe ich die Rechnung ebenfalls verstanden. Und wenn sie so stimmt, dann hat für mich eine mögliche Schätzungssteuer - so ärgerlich sie auch ist - an Schrecken verloren.
      Allerdings bin ich kein Steuerexperte, daher würde ich um sicher zu gehen einen Steuerfachmann kontaktieren.

      VG und viel Erfolg!
      Lars

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  13. Tja, bei der co*****ct fällt die Strafsteuer jedenfalls an wie ich heute feststellen musste... Es wird allerdings nur ein "steuerlicher Mehrbetrag" je Wertpapier ausgewiesen und man kann nicht erkennen wie sich der je Wertpapier genau ermittelt - bzw. müsste es selbst nachvollziehen.

    Eine generelle Erklärung gibt es jedoch: "Sofern keine oder nur eine teilweise Veröffentlichung der steuerlichen Daten durch die Investmentgesellschaft erfolgt, führt dies zur sogenannten Intransparenz des Investmentfonds. Dies hat zur Folge, dass zusätzlich zu den eventuell vorhandenen tatsächlichen Ausschüttungen des intransparenten Investmentfondsvermögens 70% des Mehrbetrags, der sich zwischen dem ersten und dem letzten im Kalenderjahr festgesetzten Rücknahmepreis des Fondsanteils ergibt - mindestens jedoch 6% des letzten im Kalenderjahr festgesetzten Rücknahmepreises (abzüglich erfolgter Ausschüttungen) in der
    Einkommensteuer-/Feststellungserklärung als Einnahmen aus Kapitalvermögen anzusetzen sind. Dieser Betrag wird in der Erträgnisaufstellung als "Mehrbetrag" ausgewiesen und fließt im Rahmen der Jahressteuerbescheinigung in die "Höhe der ausschüttungsgleichen Erträge aus ausländischen thesaurierenden Investmentvermögen und Mehr-/Mindestbeträge aus intransparenten Fonds" ein."

    Anders als im Beispiel oben wird das dann in meinem Steuerprogramm mit dem üblichen Satz (nicht persönlicher Steuersatz) besteuert.

    Naja, alles in allem schon ärgerlich, besonders, wenn man mit den Wertpapieren auch noch im Minus ist...

    Kann man irgendwie darauf hinwirken, dass diese Wertpapiere in den Bundesanzeiger aufgenommen werden?
    VG
    Kay

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