Mittwoch, 8. April 2015

Passives Einkommen mit Network-Marketing!? - Teil 1

In der letzten Zeit habe ich mir das sogenannte Network Marketing (auch bekannt als Netzwerk-Marketing, Empfehlungsmarketing oder Multi-Level-Marketing (MLM)) näher angeschaut. Beim Network Marketing ist das Ziel, dass geworbene Kunden als selbständige Vertriebspartner agieren, Produkte verkaufen und weitere Kunden anwerben. Für jeden Verkauf bekommt man eine Provision. Wenn die geworbenen neuen Vertriebspartner Umsätze generieren, wird der Anwerber ebenfalls daran beteiligt. Auf diese Weise erhält man auch dann noch ein passives Einkommen, wenn man selbst irgendwann keine weitere Akquise mehr durchführt. Denn man verdient ja an den nachfolgenden Verkäufen der früher geworbenen Kollegen.

Passives Einkommen mit und ohne Startkapital
Hier auf dem Blog haben wir uns bislang vorwiegend mit dem passiven Einkommen aus Zinszahlungen und Dividendenausschüttungen von zuvor erworbenen Wertpapieren wie Aktien oder Aktien-ETFs beschäftigt. Damit hier regelmäßiger Ertrag fließt, muss man ausreichend viel Kapital zur Verfügung haben.

Punktuell hatten wir noch besprochen, wie man im Internet Geld verdienen kann und dass man mit dem Erstellen von Webseiten eine gewisse Form des passiven Einkommens erzielen kann. Hierfür benötigt man zuvor kein Kapital, denn Gebühren für Internet und Webhosting sind vernachlässigbar im Vergleich zum benötigten Geld für den Kapitalmarkt.

Ebenfalls so gut wie kein Geld braucht man für die Möglichkeit, die wir mit den Netzwerk-Marketing oder Empfehlungsmarketing heute besprechen.

Prominente Befürworter des Network-Marketing
Prominente finanziell wohlhabende Menschen oder Superreiche wie Bill Gates, Warren Buffet, Donald Trump und Robert Kiyosaki sind bekennende Befürworter des Network Marketing.

Donald Trump soll in einer Talkshow gefragt worden sein, was er tun würde, falls er aus irgendwelchen Gründen sein Geld verlieren würde. Er antwortete: "Network-Marketing"

Bill Gates wird folgendermaßen zitiert: "Zukünftig wird es nur noch 3 Arten von Geschäften geben: Internetgeschäfte, Empfehlungsgeschäfte und die, die es nicht mehr gibt, weil sie diesen Trend verpasst haben."

Ein Zitat von Robert T. Kiyosaki lautet: "Reiche Menschen suchen und bauen Netzwerke, die anderen suchen Arbeit".

Einige der Zitate werden jedoch angezweifelt. So war Donald Trump mehrfach in finanziellen Schwierigkeiten, aber er blieb der Immobilienbranche treu und stieg nicht ins Network Marketing ein.
Allerdings empfiehlt Robert T. Kiyosaki in seinem Buch "Cashflow-Quadrant" tatsächlich das Network Marketing. So heißt es dort: "Einsteiger bei Network-Marketing-Unternehmen können ihre ganze Energie auf den Aufbau ihres Unternehmens konzentrieren, indem sie an dieser automatisierten Geschäftsgelegenheit teilhaben, anstatt sich mit den normalen Anfangsschwierigkeiten eines Kleinunternehmens herumzuplagen."

weiter heißt es

"Ich glaube, dass Network Marketing Menschen die Chance bietet, sich das passive Einkommen zu schaffen, das sie für ihren Lebensunterhalt benötigen..."

Als Zeitraum dieses Ziel ohne vorheriges Vermögen zu schaffen, veranschlagt er 5 Jahre durchaus harte Arbeit.

Chiara Ponti, die in ihrem Buch "Lachen, Klatschen, Geld verdienen. Das fairste Geschäft der Welt ?!: MLM und Network Marketing als Wirtschaftsrevolution und Verdienstquelle!" über ihre eigenen Erfahrungen als Teilnehmer beim Network Marketing in Deutschland berichtet, schreibt: "Im Empfehlungsmarketing kannst du dir in sechs Jahren eine florierende Existenz als eigenständiger Unternehmer aufbauen und dir den Traum erfüllen, dort zu arbeiten, wo deine Träume dich hinführen."

Dort bekommt man zudem einige nützliche Auflistungen, welche Vorteile Netzwerk-Marketing für das eigene Leben hat und welche Eigenschaften man zur Arbeit im Empfehlungsmarketing mitbringen sollte.

Was bedeutet Network Marketing konkret?
Das den meisten bekannte klassische Vertriebsmodell funktioniert so. Eine Firma erstellt Produkte und nach der Produktion fallen Kosten für Marketing, Werbung, die Lagerung im Großhandel und später im Einzelhandel an. Marketing und Werbung übernehmen im Standardfall Angestellte der Firma. Das Network Marketing ist dagegen eine Form des Direktvertriebs und das Produkt geht über selbständige Vertriebspartner unverzüglich an den Endverbraucher. Je nach Fähigkeiten kann sich der Vertriebspartner einen mehr oder weniger großen Kundenstamm aufbauen. Da ihm die geworbenen Kunden zugeordnet bleiben, erhält er bei jeder weiteren Bestellung erneut eine Provision.

Das Prinzip des Network Marketing. Angenommen als Einsteiger in 
ein derartiges Vertriebssystem kann man drei neue Vertriebspartner 
gewinnen, diese wiederum ebenfalls jeweils drei Kollegen 
akquirieren, diese erneut jeweils drei neue Kollegen,  usw. Mit jedem 
 weiteren Verkauf von Produkten verdienen die Anwerber jeweils 
mit und erhalten Provision.
Neben dem Verkauf von Produkten sollen möglichst viele Kunden dazu angehalten werden ihrerseits als Vertriebspartner zu agieren, dabei reicht bereits eine nebenberufliche Selbständigkeit, man muss also nicht unbedingt Vollzeit in diesem Geschäft einsteigen. Und an dieser Stelle wird es interessant. Denn die Aufgabe ist es nun, den neuen Leuten (in der Hierarchie auch Downline genannt) all das Wissen beizubringen, um in diesem Geschäft erfolgreich zu sein. Für diese "Ausbildung" wird die sogenannte Upline (also die Leute, die im Hierachie-Strang höher stehen) mit einer Provision am Umsatz der Downline (der neuen eingearbeiteten Vertriebler) beteiligt.

Für die Motivation wichtig: Der neu hinzugewonnene Vertriebler wird - anders als in traditionellen Strukturen - nicht als Mitstreiter, sondern als wirklicher Partner empfunden. In den bekannten traditionellen Unternehmen bringen zwei Vertriebsmitarbeiter in einem Marktsektor zwar für die Firma mehr Umsatz als ein Mitarbeiter. Da allerdings beide im selben Meer fischen, schafft jeder einzelne Mitarbeiter für sich weniger Umsatz und erhält damit weniger Provision als wenn er alleine in seinem Marktsektor auf Kundenfang unterwegs ist.

Beispiel für Zusammensetzung der Provision
Ein Beispiel für eine Provisionsregelung im Multi-Level-Marketing könnte folgendermaßen aussehen (siehe auch die Abbildung). Der unmittelbare Verkäufer erhält immer 20 Prozent Provision vom Umsatz. Zusätzlich bekommt man vom Umsatz des nächstfolgenden Level in der Downline (also den eigenen direkt geworbenen Kollegen) 15 Prozent bei jedem Verkauf. Vom nächst darunter befindlichen Level gibt es 10 Prozent vom Umsatz und darunter weitere 5 Prozent.

Für Level 1 sähe die Regelung dann wie folgt aus:
20 Prozent Provision eigener Verkauf + 15 Prozent Provision vom Umsatz auf Level 2 + 10 Prozent Provision auf Umsatzerlöse von Level 3 und jeweils 5 Prozent Provision vom Umsatz auf Level 4.

Für Level 2 sähe die Regelung dann wie folgt aus:
20 Prozent Provision eigener Verkauf + 15 Prozent Provision vom Umsatz auf Level 3 + 10 Prozent Provision auf Umsatzerlöse von Level 4.

Dies ist ein einfach zu verstehendes Beispiel. In der Praxis ist es manchmal so, dass man als sehr erfolgreicher Vertriebspartner in eine höhere Provisionsstufe rutschen kann oder dass die Kollegen in diesem Beispiel auf Level 3 und 4 eine etwas niedrigere Vergütung erhalten könnten.

Grundsätzlich besteht für den Teilnehmer eines derartigen System der Anreiz zum einen möglichst viele Kunden als Käufer und sogar als Stammkunden zu akquirieren. Gleichzeitig aber auch neue Saat zu setzen, in dem zusätzliche Vertriebskollegen gewonnen werden. Je erfolgreicher und aktiver man ist, desto mehr Geld verdient man.
Der Anteil des passiven Einkommens sorgt dafür, dass auch dann gutes Geld weiterfließt, wenn man mal weniger erfolgreich ist oder einfach eine Pause einlegt. Aber wie gesagt, es braucht einige Jahre Geduld und in dieser Zeit muss auch durchaus hart gearbeitet werden. Weiter oben hatten wir als Größenordnung 5 bis 6 Jahre gehört.

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Was ist der Unterschied zu einem Schneeballsystem?
Netzwerk-Marketing polarisiert viele Menschen. Für die einen ist es eine hervorragende Möglichkeit in einer zeitlich flexiblen Selbständigkeit im Laufe der Zeit viel Geld zu verdienen. Für andere ist die Art und Weise mit Multi-Level-Marketing Geld zu verdienen unseriös, weil der Übergang zu einem sogenannten - in den meisten Ländern verbotenen - Schneeballsystem fließend sein kann. Ein Indiz für ein Schneeballsystem ist, wenn der Fokus nicht auf das Produkt, sondern hauptsächlich darauf liegt, neue Teilnehmer zu gewinnen, ohne dass diese eine Dienstleistung oder ein Produkt erhalten. Die neuen Teilnehmer müssen eine Gebühr bezahlen, die an die bestehenden Mitglieder aufgeteilt werden. Ein Produktverkauf ist in der Regel nicht vorgesehen.
Während beim Network-Marketing die Anwerber an den Umsätzen der neu gewonnenen Kollegen beteiligt wird.

Eine andere Möglichkeit zu vermeiden in ein Schneeballsystem einzusteigen, ist die Frage, was ist die Haupteinnahmequelle des Unternehmens?
Ist es der Erlös aus den Verkäufen der Produkte, dann kann es sich durchaus um ein seriöses Unternehmen handeln.

Das war der erste Teil der Serie "Passives Einkommen mit Network-Marketing!?". Im zweiten Teil schauen wir darauf, welche Eigenschaft man als Person mitbringen sollte, um im Network-Marketing erfolgreich agieren zu können. Worauf ist beim Ein- und Austritt bei Netzwerk-Marketing-Firmen zu achten? Und es gibt eine kleine Liste von Multi-Level-Marketing-Unternehmen.

Weitere Informationen über den Erfolg im Network-Marketing erfahren Sie in diesem Video.

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Zum Weiterlesen:

Kommentare:

  1. Ich habe mir schon einige MLM Unterenehmen angesehen und bei manchen auch mit gewirkt.

    Die Unternehmen hatten meistens sehr teure Produkte, wo aber auch die Quallität stimmte.

    Das Problem was ich dort sehe ist, dass man in MLM nur erfolgreich wird wenn man eine gute Upline hat (die leute über einem), die es dir beibringen. Ich persönlich fand es immer schwer, hier in Deutschland neue Partner zu bekommen.

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  2. Sehr guter Artikel! Networking an sich gab es schon immer. Durch das Internet und die sozialen Medien gewinnt Networkmarketing immer mehr an Bedeutung. Man kann so viele potenzielle Kunden dadurch erreichen, dass es für Unternehmen auf lange Sicht fasst schon unverzichtbar ist daran teilzunehmen.
    Ich denke das die Bedeutung von Network-Marketing immer weiter zu nehmen wird und für viele auch Chancen bieten kann, gerade auch in Bezug auf Selbstständigkeit und passiv Einkommen.

    Gruß

    Sparfuchs

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  3. Toller Artikel! Nachdem Network Marketing früher vor Allem durch soziale Events wie Tupperpartys funktionierte entwickelt sich die Branche rasend schnell hin zur Online Vermarktung.
    Durch automatisierte Werbemaßnahmen und Schulungsmaßnahmen ist es meiner Meinung nach leichter den je, mit Network ein echtes passives Einkommen zu bilden.
    Beste Grüße,
    Kevin Stephan

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    1. Danke für den Kommentar.

      Meine Erfahrung ist, dass im MLM noch weitgehend ziemlich traditionell gearbeitet wird und die Möglichkeiten der digitalen Welt nur partiell genutzt werden. Da ist noch enorm Luft nach oben.

      Ich denke jedoch, dass die Schnittmenge zwischen dem bisherigen MLM und dem Affiliate Marketing größer wird. Gerade wenn ich an Lifetime-Provisionen denke, die ja im Network-Marketing das eigentliche interessante an dieser Art der Vergütung sind.

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    2. Deiner Erfahrung kann ich nur zustimmen. Viele Networker arbeiten noch traditionell und predigen teilweise sehr veraltete Methoden, die vor 10 Jahren mal funktioniert haben. Ein Hauptproblem der Branche ist es, dass es wenige Quereinsteiger gibt die ihren eigenen Plan durchsetzen. Immer wird auf die Worte des erstbesten Upliners gehört, der einen Sponsern wollte.

      Genau diese Schnittstelle zwischen Affiliate Marketing und Network Marketing hat mich früh dazu motiviert, in der Branche anzufangen.
      Gerade wer Affiliate Marketing beherrscht wird es leicht haben, im Network mittelfristig ein hauptberufliches Einkommen aufzubauen.

      Danke für den schönen und übersichtlichen Artikel und weiter so.

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  4. Hey Networker,

    herzlichen Dank für euren Beitrag. Ich bin ebenfalls 5 Jahre nebenberuflich als Networker tätig. Wichtig ist einfach zu erkennen ob das Produkt zu einem passt und noch viel mehr das Ihr selber damit freue habt. Jeder der sich intensive mit Network Marketing auseinander setzt kann es schaffen. Die wichtigsten Grundvorraussetzungen sind für mich! Lernen, Entwicklung und Ausdauer. Wenn du zehn mal gegen die wand gelaufen bist, versuche es weiter. Jedes mal wenn du scheiterst lernst du etwas dabei und machst es beim nächsten mal besser. Für echten Erfolg muss man sich richtig ins zeug legen und akzeptiert keine Niederlagen.

    Ich wünschen allen hier viel Erfolg mit Ihrem Business.

    Herzliche Grüsse aus der Schweiz

    Frank

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    1. Hallo Frank,
      vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht. Auch für die Tipps, die ich ausdrücklich bestätigen kann.

      1.) Ein Interessent merkt recht bald, ob der Verkäufer hinter dem Produkt steht oder nicht. Ist dies nicht der Fall wird kein Umsatz entstehen.

      2.) Wenn jemand unternehmerisch versucht etwas aufzubauen, wird er immer mal wieder scheitern. Das ist quasi ein Naturgesetz. Hier kommt es darauf an wirklich weiterzumachen und aus Fehlern zu lernen, um es beim nächsten Mal anders zu machen.

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  5. Was viele Einsteiger beim Network-Marketing noch nicht wissen, dass die Interessentengewinnung auch Online funktioniert. Denn der übliche Weg ist erst einmal seine Bekannten abzugrasen und nachdem diese gewonnen wurden ist erst einmal Schluss mit neuen Interessenten. Damit stockt der Umsatz und an dieser Stelle geben viele auf.
    Zum Thema Online Interessentengewinnung beim Network-Marketing gibt es in der Passiver Geldfluss Academy spezielle Informationen, wie man das E-Mail-Marketing konkret aufbauen kann, um sowohl neue Interessenten als auch Kunden zu gewinnen.

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  6. Anstatt sich weiter zu informieren geben die meisten Leute auf und Erfinden ausreden warum sie gescheitert sind obwohl sie alle ganz genau wissen das ihre Problemsösung im Internet ganz einfach zu finden ist man muss sich nun mal informieren und seine Gewohnheiten ändern anders kannst du keine Veränderung schaffen

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  7. Corinna die Hexe :)21. März 2017 um 20:35

    Ich lebe mit Network-Marketing und bin rund um zufrieden.
    Es ist ein schönes Gefühl jeden Monat ein Passiv einkommen zu bekommen. Kann ich immer wieder jeden Empfehlen.

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