Sonntag, 30. März 2014

Die Saat und Früchte der Dividende

Für viele Menschen ist die Geldanlage und der Vermögensaufbau etwas abstraktes. Da geht es um Prozentrechnung, um einen langfristigen Zeitraum und um den Zinseszinseffekt. Gerade der langfristige Anlagehorizont und die Macht dies Zinseszins ist häufig nicht greifbar und eben ziemlich lange hin, bis man zählbare Ergebnisse sieht. Daher möchte ich den Aufbau von passivem Einkommen einmal aus einer Perspektive betrachten, die vielen Leuten bekannt ist. Die Natur zeigt es uns Jahr für Jahr und man muss nur genau hinschauen.

Jeder sollte ein gewisses Geldpolster für unvorhergesehene Ereignisse verfügbar haben. Für diesen sogenannten "Notgroschen" spielt die Rendite keine Rolle. Das Geld muss einfach nur rasch zur Verfügung stehen, wenn im Haushalt etwas kaputt geht oder andere Notfälle auftreten. Im Artikel "Die Meilensteine zum Vermögensaufbau und zur finanziellen Freiheit" nannte ich ein Liquiditätspolster von 6 bis 12 durchschnittlichen monatlichen Ausgaben als einen guten Richtwert für den finanziellen Schutz. Nach eigener Erfahrung und was ich von anderen Leuten hörte, ist ein Geldpolster ab einer Höhe von 10.000 Euro mit dem es sich in den meisten Fällen gut schlafen lässt.

Alles, was über diesen finanziellen Schutz hinausgeht, sollte jedoch renditestark angelegt werden. Das ist quasi die Saat für den späteren finanziellen Wohlstand. Zunächst einmal mag man es kaum glauben, wenn nur ein paar tausend Euro in Produktivkapital angelegt wird. Denn am Anfang sind die einsetzenden Dividendenzahlungen noch recht überschaubar.

Angenommen man bringt nach dem Winter im März Samen für einen Baum aus. Diese Saat steht für die erste Investitionen zum Beispiel in einen globalen Aktien-ETF. Nach einigen Tagen wird sich der Wert des Investments noch nicht viel verändert haben. Ähnlich wie mit dem Samenkorn, es wird nach einigen Tagen ebenfalls noch unverändert in der Erde liegen. Denn es braucht Wasser, Sonnenschein und vor allem etwas Zeit.

In den nächsten Wochen und Monaten keimt aus der Saat eine kleine Pflanze, die versucht sich zu behaupten. Weiterhin wird Wasser, Sonnenwärme und vielleicht etwas Dünger benötigt, alle Faktoren stehen für weiteres frisches Geld zum Investieren, welches aus den monatlichen Ersparnissen verfügbar wird. Der Dünger steht als Synonym für zusätzliche Einkommen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld oder einer Bonuszahlung.

Im ersten Jahr wird der Baum nun zwar schon ein gutes Stück wachsen, aber Früchte wird er in der Regel noch nicht bringen oder höchstens in sehr geringer Form. Sinnbildlich passend sind dies die ersten Investitionen, die nur einen kleinen Ertrag von wenigen Euro bringen. Als Richtwert gilt, dass pro investierte 1.000 Euro monatlich 3,50 Euro an Zinsen und Dividenden zu erwarten sind.

Aber jetzt gilt es konsequent weiterzumachen. Zum einen sorgt gezieltes Sparen, zum anderen die ersten Dividendenzahlungen für fortlaufend weiteres frisches Geld, was wiederum investiert wird.

In der Folgezeit wird ein kleiner Baum entstehen, der erstmals Blüten trägt, aus denen später erste Früchte hervorgehen. Die Anzahl der Früchte ist noch überschaubar, allerdings sind diese erneut Grundlage für die nächsten Saaten. Vergleichbar mit den ersten nennenswerten Dividendenzahlungen. Das heißt um den kleinen Baum herum, werden im nächsten Jahr weitere kleine Bäume entstehen. Genauso, wie die ersten kleinen Dividendenzahlungen, die wieder investiert werden können.
Bleiben wir bei dem Zahlenbeispiel von 3,50 Euro. Bei einer investierten Gesamtsumme von 25.000 Euro würden innerhalb eines Jahres bereits über 1.000 Euro an Erträgen zusammenkommen, die zum Beispiel in die nächste Aktie oder den nächsten ETF investiert werden können.


Nach einigen Jahren ist ein mittlerweile stattlicher Baum gewachsen, der eine Menge Blüten und in der Folge viele Früchte hat. Diese höhere Ernte bringt wieder Samenkörner, die nachfolgend weitere kleine Pflanzen entstehen lassen, die später zu Bäumen werden.

Nach einer Weile ist eine ganze Plantage mit Obstbäumen entstanden, die jedes Jahr eine Fülle an Früchten hervorbringen. Die Obst-Plantage steht zum Beispiel für ein größeres Aktiendepot, welches jährlich immer höhere Dividendenerträge bringt.

Eine Obstbaumart kann jedoch auch von Schädlingen befallen sein, die eine geringere Ernte zur Folge haben. Daher macht es Sinn mehrere verschiedenen Obstbäume aufzuziehen, weil die Schädlinge wahrscheinlich nicht alle Baumarten gleich gerne befallen.

Bild: www.logolars.de
Die verschiedenen Obstbäume stehen für ein gut diversifiziertes Portfolio aus mehreren Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Immobilien oder Rohstoffen. So wird die gesamte Ernte in Form von Zinsen und Dividenden bei einem Crash am Aktienmarkt oder einem Bärenmarkt weniger leiden.

Zudem lässt sich auf diese Weise die Ernte auf einen größeren Zeitraum verteilen. Durch geschickte Auswahl von Anlageklassen und Wertpapieren ist es möglich eine monatliche Dividende zu kassieren.

Wie sieht es bei Ihnen aus? Haben Sie schon die Saat ausgebracht? Oder ist bei Ihnen bereits ein kleiner Obstbaum vorhanden, der erste kleinere Dividendenfrüchte bringt? Wer von Ihnen hat bereits eine ganze Plantage von Obstbäumen, die jährlich eine satte Ernte in Form von Zinsen und Dividenden ausschütten?

  • Sie wollen grundsätzlich mehr aus Ihrem Geld machen?
  • Die Zeiten einer knappen Kasse soll bei Ihnen der Vergangenheit angehören?
  • Ihr Geld soll endlich einmal hart für Sie arbeiten? 
  • Sie möchten langfristig Vermögen aufbauen?
  • Sie möchten mehr zu passivem Einkommen erfahren?
  • Sie möchten sich über den aktuellen Status der Aktienmärkte informieren?

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Zum Weiterlesen:

Kommentare:

  1. Hallo Lars,
    das Bild mit der Obstplantage ist sehr einprägsam. Vorallem wenn man deutlich unter seinen Verhältnissen lebt, kann man viele Samen von Anfang an sähen, was den Weg zur Plantage deutlich beschleunigen sollte.
    Schöner Artikel!

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  2. Hi Lars,

    zurzeit kassiere ich um die 50€/Monat an Dividendenzahlungen. Habe aber vor kurzem angefangen (ca. 2 Jahre) mit der Geldanlage an der Börse. Ich konzentriere mich auf Aktien (dividendenstarke Unternehmen). Verfolge das Ziel Großaktionär bei einem meiner Investments nach 10-20 Jahren zu werden. Kaufe hin und wieder - in Erholungsphasen der Börse - weitere Aktien zu, reinvestiere die Dividende.
    Buy and hold, kein Stress, ich lass mich nicht von all den Nachrichten aus der ganzen Welt beeinflussen. Ehrlich gesagt, ich schaue fast kein TV und ohne Nachrichten lebt es sich auch ganz nett ;) Kann ich jedem nur ans Herz legen.
    Bin keine 30, kann aber sagen, dass man sowohl sich um seine Altersvorsorge kümmern und parallel auch etwas gönnen kann. Das geht. Man kann das Leben in vollen Zügen genießen und der Garten blüht weiterhin. Man muss kein W. Buffett sein, um Erfolg zu haben. Der macht es ja vor wie es gehen kann. Aber weil der Mensch von Natur aus faul ist, an sich und seinen Stärken zweifelt und alles und sofort haben will – anstatt nachhaltig zu denken – bringen es viele Menschen einfach nicht weit. Sei’s drum. Jedem das Seine.
    Schönen Tag noch.

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  3. Hallo Lars,

    sehr schönes Beispiel - Natur <-> Börse. Zeigt immer wieder, dass man viel von der Natur lernen kann.

    Es gibt sogar Management-Strategien, die aus der Natur abgeleitet wurden. Einer dieser Vertreter war/ist Wolfgang Möbius, der einmal die sogenannte EKS-Strategie (Engpass-konzentrierte Strategie) ins Leben gerufen hat.

    Fazit, wir können ne Menge aus der Natur lernen...Gruss René

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